Triathlon Bayernliga Hof
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll, es war teilweise unglaublich wild.
Starten wir mit Fakten: Wer war am Start? Martin „Seppi“ Kettner unser/mein Ruhepol, Max Zech unser Schwimmidol, Anton „AJ“ Kress unser Kücken und ich, Nico Wittmann als Team Captain von diesem genialen Haufen. Anfangs dachte ich, das läuft: jeder weiß was er zu tun hat und meine Aufgabe besteht darin, auf die Teambesprechung zu gehen. Im Nachgang weiß ich, meine Aufgaben wären vielfältiger gewesen.
Geplante Abfahrt am Samstag um 11:15 Uhr.
Tatsächliche Abfahrt an der ersten PickUp Station: 11:45 Uhr
So klug wie wir uns sahen, haben wir diese Verspätung schon einkalkuliert. Also der Puffer war dann mit Kaffeestop schon ziemlich aufgebracht.
Die Stimmung war gut im Auto. Max und ich unterhalten von der Rücksitzbank unseren gut Fahrer Seppi, während der Beifahrer mit online Schach beschäftigt ist und seinen einzigen Auftrag verpennt, die richtige Autobshnausfahrt anzusagen.
Ok, alles kein Stress. Noch einmal falsch abbiegen, Rundfahrt durch Kotzau um den Untreusee herum und jede Menge Umweg, auch das ist noch drin.
Heilfroh pünktlich bei meiner ersten Teamcaptain Besprechung zu sein, treiben sich zwei unserer Kollegen derzeit hilfsbereit bei den RTG Mädels herum.
Pünktlich zum Check-In Beginn (16:00 Uhr) beginnen wir die Räder abzuladen.
Anton teilt uns dann tiefen entspannt mit, dass er noch einen Platten flicken, Pedale anschrauben und eine Kette aufziehen muss. Dann bin ich innerlich schon etwas nervös geworden. In grandioser Teamleistung sind wir dann 5 Minuten NACH Check-In Schluss fertig geworden.
Die Wettkampfrichter haben sich beratschlagt und zum Entschluss gekommen, uns zum Wettkampf zuzulassen.
200m schwimmen - 5km Rad - 1,5km Laufen
Max legte den Grundstein mit einem schnellen schwimmen, einer guten Gesamtleistung und übergibt auf den ebenso guten Schwimmer Anton auf Platz 4. Dieser hatte aber beim Aufstieg auf das Rad etwas Probleme. Das lag daran, dass sein Sattel dermaßen und ungewollt hoch eingestellt war. Deshalb musste er die ersten 100m bergauf schieben und verlor die ein oder andere Platzierung. Seppi komplettierte dann das Trio und brachte einen soliden aber ausbaufähigen Platz 7 in der Teamwertung ins Ziel.
Ab in die Gemeinschaftsunterkunft mit den Mädels, schnell 2kg Nudeln in bester Gesellschaft auf der Dachterrasse vertilgen und dann ab ins Bett, denn morgen ist um 6:30 Uhr Abfahrt zur Wettkampfbesprechung. Spoiler: um 6:30 Uhr war keine Abfahrt. Gefühlt war ich mit den Mädels als einziger wach, hab das Auto gepackt und auf die Kollegen gewartet. Conny war aber so lieb und hat uns auf der Besprechung gebührend vertreten.
Ein großes Ziel war heute, den Check-In zu schaffen. Haben wir!
Dann wurde die Schwimmstrecke und Startzeiten gefühlt noch 3x verändert bis es für uns alle gemeinsam auf eine Olympische Distanz mit Windschattenfreigabe ging. Max und Anton ziehen wir Torpedos im Wasser davon, während Seppi und ich ums überleben kämpfen. Auf der Radstrecke mit Wendepunkte haben wir uns immer gesehen, angefeuert und sind teilweise auch in gleichen Gruppen gefahren. Beim laufen war es dann ähnlich. Gute Teamdynamik und gegenseitige Motivation bringt uns am Ende vor bis auf Platz 3 in der Mannschaftswertung. Respekt Jungs!
Stellt euch jetzt nochmal vor, was möglich wäre, wenn wir nicht so verpeilt wären. Viel Konjunktiv, aber Spaß hat’s gemacht! Danke euch und den RTG Mädels für ein super Wochenende!
Euer Team Captain, der übrigens beim nächsten Mal auch die Zügel in Sachen Zeitablauf etwas anziehen wird,
Nico