Triathlon Bayernliga Schongau

Herschlagfinale für unsere 4 Jungs im Teamsprint

Schwimmen: Max steigt aus dem Wasser wie aus einer Legende

750 Meter Schwimmen — jedenfalls laut Ausschreibung. In der Praxis war das Wasser stellenweise so seicht, dass die Grenze zwischen Kraulen, Waten und ambitioniertem Spazierengehen fließend verlief. (Wir natürlich nicht)

Max hat daraus keine philosophische Frage gemacht, sondern schlicht die Führung übernommen und ist als Erster wieder an Land gegangen. Kurz dahinter kamen Basti und Anton gemeinsam heraus, Max noch gut in Sichtweite. Eine Minute später folgte Jan— was zu diesem Zeitpunkt noch niemand als Vorankündigung dessen las, was er auf dem Rad veranstalten würde.

Rad: nasse Kurven, ein Fremder und ein unfreiwilliges Einzelzeitfahren

Der erste Anstieg wurde nicht angefahren. Er wurde attackiert.
Was übrig blieb, war eine Dreiergruppe: Anton, Basti — und ein Herr, dessen Namen wir bis heute nicht kennen, dem aber unser aufrichtiger Dank für die geleistete Führungsarbeit gilt. Vorne enteilte derweil Max mit seiner Gruppe und machte deutlich, dass er den Tag ernst meinte.
Und Jan? Jan durfte hinter uns genau das tun, was in einem draftlegalen Rennen eigentlich niemand auf dem Zettel hat: ein Einzelzeitfahren. Ohne Windschatten, ohne Hilfe, ohne Mitleid. Er hat dabei trotzdem Zeit auf uns beide gutgemacht — was einerseits eine starke Leistung ist und andererseits eine Aussage über unsere Führungsarbeit, die wir an dieser Stelle nicht weiter vertiefen möchten.
Die Straßen von Schongau waren nass, die Kurven wurden entsprechend zurückhaltend genommen — und das völlig zu Recht. In unserer Gruppe hat es einen Fahrer erwischt. Ihm geht es gut. Das ist die einzige Zahl des Tages, die wirklich zählt.

Wechselzone: der Zwischenstand

- Max— P1 overall. Erster in der Wechselzone. Kein Kommentar nötig.
- Anton & Basti— als 8. & 10.
- Jan— als Siebzehnter, nach besagtem Solo-Ritt.

Und dann kamen die 5 Kilometer.

Basti, Anton und Max haben sich auf der Strecke zusammengefunden, das drittplatzierte Team hinter sich gelassen und anschließend vom zweiten Platz nach dem Rad heraus: einen Angriff auf P1 gestartet
Kopf an Kopf ging es durch das Industriegebiet und durch den Wald. Landschaftlich nicht ganz die Champs-Élysées. Dramaturgisch aber erste Sahne.
Am Ende konnte sich Rosenheim ins Ziel retten. Vorsprung: 3,68 Sekunden.
Nicht einmal vier Sekunden. Ungefähr so lange, wie man braucht, um diesen Satz zu lesen.
Ergebnis:

| 1. | MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim 1:08:24,73
| 2. |*TSV Gaimersheim – Roots Performance* 1:08:28,41|
| 3. | SV Bayreuth ZielOn | 1:08:40,24 |

Nach vorn fehlten 3,68 Sekunden. Nach hinten blieben 11,83.
*Drei Mann, drei Zehntel.* Bei einem Format, in dem der Dritte gewertet wird, ist das keine Zufallsformation, sondern exakt die Ausführung, die man sich vorher aufschreibt und danach selten so wiederfindet.

Eine sehr starke Leistung von allen Mannschaftskameraden.

Saisonbilanz

| Weiden | vergessen wir |
| Landshut | 1. Platz |
| Hof | 3. Platz |
| Schongau | 2. Platz |

Vier Rennen, drei Podien. In der Gesamtwertung stehen wir am Ende auf einem starken vierten Platz— knapp unter dem Treppchen.

Was das mit uns macht? Appetit.

Das Ziel für nächstes Jahr ist entsprechend unmissverständlich: ganz oben.

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