2x Platz 3 + 5x Top-10 für RTG am Attersee!
| Schörfling am Attersee (AUT), am 31. Oktober 2026, von Lucia, Birgit + Franz |
Am Samstag, den 26. September 2026 fand der King of the Lake (KOTL) am Attersee in Oberösterreich statt. Der KOTL ist mit mehr als 1000 Startern das größte Zeitfahren für Amateure und Jedermänner in Europa und für uns seit Jahren ein Fixpunkt und absolutes Highlight im Rennkalender. Diesmal war der TSV Gaimersheim Radsport mit einem Rekordaufgebot an der Startlinie: 3 4er-Teams und 8 Einzelstarter!
Der KOTL
Team 1 fuhr nach 4 Siegen in Folge auf Platz 3. Es gewann das Team RH77 von ex-Gerolsteiner-Profi und RH77-Namensgeber Rene Haselbacher aus Österreich vor dem Radl-Eck Racing Team aus der Steiermark. Birgit fuhr bei den Elite-Frauen mit dem Zeitfahrrad im sehr starken Fahrerfeld auf Platz 3!
Das Mixed- und das Frauen 4er-Team fuhren mit Platz 4 ganz knapp am Stockerl vorbei. Juri fuhr mit dem Zeitfahrrad auf Platz 9, Manne Böhm auf Platz 6 (RR) und Anja Dinglreiter auf Platz 6 (EZF). Alexander Häckl fuhr auf Platz 14 (RR), Max Nerb auf Platz 84 (RR), Stefan Dinglreiter auf Platz 93 (RR), Franz Oberleitner fuhr auf Platz 89 (EZF).
Alle RTG Teams - Rennrad (RR)
Team 1-Herren: Holger Wanke, Alexander Geith, Christoph Peischl, Sebastian Gaßner.
Team 2-Mixed: Eva Schien, Kilian Schiebel, Maximilian Pfaller, Dominik Bartsch.
Team 3-Frauen: Anna Knauer, Lucia Schiebel, Magdalena Winter, Johanna Schönberger.
Alle RTG-Einzelstarter - Zeitfahrrad (EZF)
Birgit Stegmeier, Juri Kalintschenko, Franz Oberleitner.
Alle RTG-Einzelstarter - Rennrad (RR)
Anja Dinglreiter, Manfred Böhm, Alexander Häckl, Stefan Dinglreiter, Maximilian Nerb.
Links
Veranstalter https://www.kotl.at/
Fotos RTG, Frau Lenzenweger, Veranstalter livestream.
Live-stream King of the Lake 2026 presented by Specialized - LIVE - YouTube
Ergebnisse Computerauswertung.at
Es folgen Rennberichte von Lucia, Franz und Birgit
Lucia Schiebel
Am Abend vor dem 26. September 2026 hieß es: einchecken bei Frau Lenzenweger! Die Belegung des hauseigenen Parkplatzes stellte sich als eine logistische Meisterleistung heraus, denn so viele waren´s noch nie! Frau Lenzenweger ließ es sich daher auch nicht nehmen, die Parkplatzcamper bei einem ausgiebigen Frühstück mit zu verköstigen. Während letzte reifentechnische Taktiken geklärt wurden, stieg (auch wenn man es nicht zugeben möchte) die Nervosität spürbar. Die letzten optimal berechneten Aero-Optimierungen wurden getroffen und dann ging es auch schon los in Richtung Start. Die doch schon älteren Herren (laut eigener Aussage) Holger, Alex, Illo und der Bär umrundeten als erster RTG-4er den berüchtigten Attersee und landeten schließlich auf Platz 3. Anschließend ging es für die Damen, Anna, Magdalena, Johanna und Lucia bei perfektem Rennwetter an den Start. Nach einer perfekten ersten schnellen Seehälfte war es am Ende ein Sekundenkrimi: nur eine Sekunde fehlte auf den dritten Platz – dieses Jahr blieb also nur die Holzmedaille, wir freuen uns allerdings schon auf nächstes Jahr, denn eine Rechnung ist noch offen! Herzliches Dankeschön an dieser Stelle an David Lischka für den Startplatz, sowie an Magdalena Winter und Johanna Schönberger für das spontane Retten unseres Mädls-4er!
Die 4er-Teams komplettierte unser Mixed-Team mit Eva, Kilian, Max, und Dominik. Als hätten sie es zuvor den Damen abgeschaut, wiederholte sich leider der Sekundenkrimi. Mit knappen acht Sekunden Rückstand auf den dritten Platz blieb auch hier die Holzmedaille. Trotzdem eine sehr starke Leistung unserer Teams! Den traumhaften sonnigen Nachmittag komplettierten Manfred Böhm, Birgit Stegmeier, Franz Oberleitner, Juri Kalintschenko, Alexander Häckl, Anja und Stefan Dinglreiter, sowie Maximilian Nerb, die als Einzelstarter den Attersee umrundeten.
Das Wochenende und die Rennradsaison rundete eine entspannte Ausfahrt mit Kaffeepause am Ende ab.
Franz Oberleitner
Mein erster KOTL - eine echte Herausforderung!
Am 26. September 2026 war es endlich so weit: Ich nahm zum ersten Mal am KOTL teil. Die Voraussetzungen hätten kaum besser sein können. Das Wetter spielte mit, die Strecke war in einem hervorragenden Zustand und die gesamte Veranstaltung war bestens organisiert. Der erste Teil der Strecke verlief ganz nach meinen Vorstellungen. Ich fühlte mich gut und kam mit dem anspruchsvollen Kurs zunächst bestens zurecht. Doch im zweiten Streckenabschnitt warteten mehrere kleinere Herausforderungen auf mich - und schließlich die größte: der Anstieg am Buchberg.
Mit einer Steigung von rund 16 Prozent und einer Länge von etwa 300 Metern klingt dieser Abschnitt zunächst vielleicht gar nicht so schlimm. In Wirklichkeit war er jedoch brutal und verlangte mir noch einmal alles ab. Als ich schließlich das Ziel erreichte, war ich vor allem froh und stolz, es geschafft zu haben. Die Anstrengung hat sich gelohnt, und trotz aller Strapazen steht für mich fest: KOTL 2027 - ich komme wieder! Ein besonderer Dank geht an Korbi Gschlößl für die großartige Unterstützung!
Birgit Stegmeier
Platz 3 bei den Elite-Frauen!
Nachdem die ersten von uns bereits gestartet waren, wurde die Nervosität groß. Der Start klappte gut und ich fand schnell meinen Rhythmus. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich einige Starter überholen. Obwohl mir die erste Rennhälfte eigentlich gar nicht liegt. Als ich zwischendurch auf meine Werte schaute, dachte ich hoffentlich halte ich das durch. Ich verließ mich auf mein Gefühl und hielt das Tempo weiter hoch. Vor dem großen Anstieg an der Wende hatte ich einen Durchschnitt von 45km/h. Oben angekommen wartete ein Kameramotorrad und begleitete mich. Das gab mir das Gefühl schnell zu sein und motivierte mich zusätzlich. Beim letzten Anstieg in Seewalchen brannten bereits die Beine, so dass er sich wie eine Ewigkeit anfühlte. Als die Tankstelle in Sicht war, wußte ich, dass es nicht mehr weit ist. Schnell war die letzte Rechtskurve vor der Brücke erreicht und mit Vollgas ging es ins Ziel. Meine Fahrzeit über 47.2 Kilometer betrug am Ende 1h 5min 8sec, das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,5km/h.
Damit kam ich auf Platz 3 in der Elite-Queen-Wertung. Ich hätte nicht gedachte, dass ich jemals auf das Podium bei Europas größten Einzelzeitfahren in der Elite Frauen Wertung fahren würde. Meine Freude war rießengroß, weil das Teilnehmerfeld wirklick stark war und ich gegen Profi-Frauen fahre mußte.
Fazit
Der KOTL war auch 2026 wieder ein Radsportfest. Wir kommen nächstes Jahr auf alle Fälle wieder!