Cyclocross Weltcup in Belgien - ein unvergessliches Erlebnis
Schon seit längerer Zeit stand es auf unserer Liste: Einmal live zum Cyclocross-Weltcup nach Belgien. Dieses Jahr haben wir es endlich durchgezogen. Der Plan war klar: Als Michi Gassner ankündigte, dass er mit seinem Cyclocross-Team die Weltcups kurz vor Weihnachten – vier Rennen in vier Tagen- fährt, machte Alex kurzen Prozess: Auto voll, Crew zusammen, ab nach Belgien!
Also machte sich die Reisegruppe um Alex, Johannes, Bär, Kilian und dem kleinen Moritz am Freitag den 19.12.25 auf den Weg nach Belgien. Die rund 800 Kilometer vergingen, auch durch Pumuckl-Filme auf der Rücksitzbank, wie im Flug. Am Abend angekommen hieß es: Unterkunft beziehen, letzte Materialchecks, kurze Abstimmung – und dann konnte das Abenteuer beginnen.
Weltcup Antwerpen: Stars zum Anfassen & Gänsehaut-Stimmung
Nach einer morgendlichen Laufeinheit und einer kleinen Billardrunde ging es direkt nach Antwerpen zum ersten Weltcup.
Schon beim Ankommen wurde klar: Belgien lebt Cyclocross. Wir hatten als „offizielle“ Betreuer von Michi und Flo VIP-Karten, konnten entspannt durch das Fahrerlager laufen – und das Beste: Die Stars sind dort wirklich zum Anfassen. Keine Absperrungen, keine große Distanz – einfach Cross-Feeling pur. Alex hielt kurzerhand Mathieu van der Poel mit seinem Lamborghini Urus auf, mei der muss auch mal lernen hinterherzufahren….
Sportlich waren wir als Crew voll im Einsatz: Alex und Kilian standen in der Pit-Zone, bereit für Materialwechsel, Radtausch oder technische Defekte. Johannes, Bär und Moritz konnten das Renngeschehen in Ruhe verfolgen. Die Räder wurden nach dem Warm-Up nochmal geputzt und auch kulinarisch ließen wir es uns vor dem Start gut gehen.
Dann wurde es langsam aber sicher ernst. Das Damenrennen war bereits extrem spannend, bevor mit dem Männerrennen um Mathieu van der Poel, Wout van Aert, Michi Gassner & Co. das Highlight des Tages anstand. Die Pit-Crew bezog ihre Plätze, Moritz und Johannes wurden mit Fan-Utensilien ausgestattet.
Dann erfolgte auch schon der Start. Michi fuhr stark und landete schließlich auf Platz 56, ein grundsolider Auftakt der Belgien Kampagne. Wir sprechen ja hier nicht von Rund um die gelbe Mülltonne sondern den besten Cyclocross Fahrern der Welt im World-Cup. Nur zum Vergleich: Michi überrundet uns in der Regel bei den Cyclocross Rennen in der Region. :-)
Belgisches Cross-Feeling: Pommes, Bier und frenetische Fans
Was man in Belgien sofort merkt: Cyclocross ist dort kein Sport – es ist ein Event. Pommes, Bier, Lautstärke, Stimmung – die Fans feiern jede Runde wie ein Finale. Die Atmosphäre war einfach sensationell und hat uns komplett abgeholt. Vor allem wenn der Local Hero Wout van Aert vorbeikam, war die Stimmung komplett am Anschlag.
Am Abend wurden die Kohlenhydratspeicher wieder aufgefüllt und eine epische Billard Session mit der Konstellation junge Unbekümmertheit gegen erfahrene Abgeklärtheit gestartet. Das Ergebnis, kann in diesem Bericht zum Schutz des emotionalen Zustands aller Beteiligten nicht veröffentlicht werden. Es sei nur so viel gesagt: Es wurde knapp und dramatisch.
Weltcup Koksijde: Sand, Härte & ein Top-Ergebnis
Am nächsten Tag ging es weiter nach Koksijde. Noch mehr Belgien, noch mehr Cross – aber diesmal mit einer noch schwereren Sandstrecke. Die Aufgabenverteilung blieb gleich: Pit-Zone, Support, Mitfiebern. Und auch hier wieder typisch Belgien: Die Profis sind ganz normal unterwegs. Die Stars laufen ganz normal durch die Gegend und geben anschließend noch Autogramme. Absolut verrückt, wie nahbar die Szene dort ist.Michi zeigte ein richtig starkes Rennen und belegte am Ende Platz 39 – und damit sogar bester Deutscher. Ein Ergebnis, mit dem wir als Crew mehr als zufrieden waren.
Fazit: Cross-Wochenende, wie man es sich wünscht
Unterm Strich war es ein Wochenende voller Action, Teamgefühl und genialer Eindrücke. Material lief, Stress wurde minimiert und der Spaßfaktor war komplett auf Anschlag. Am Sonntagnachmittag ging’s zwar direkt wieder nach Hause – aber eins war allen klar: Nächstes Jahr sind wir wieder am Start.
Denn live beim Cyclocross-Weltcup dabei zu sein macht schon Laune – aber wenn man als offizielle Support-Crew mitfährt, ist man nochmal ganz anders drin. Danke an Alex für die zu jederzeit angenehme, gemütliche An-und Abreise und Michi für die ganze Organisation vor Ort. Es war uns eine Ehre.